Kompostierbare Abfallsäcke

Einen Komposthaufen besitze ich nicht. Auch eine Wurmkiste habe ich nicht, obwohl ich wirklich gerne eine hätte. Das ist das Problem an der Großstadt: der Platz ist begrenzt. So kommt mein Bioabfall in die Komposttonne. Früher war dieser Müll in einer Plastiktüte, mit der ich den Müll die Treppen runter in den Hof transportiert habe. Als ich den Plastik wegrationierte fiel natürlich auch diese Plastiktüte weg. Im Bioladen fand ich dann kompostierbare Bioabfallsäcke. Geworben wurde damit, dass die Tüten verrotten und mit den Bioabfällen zusammen weggeschmissen werde können. Nicht schlechte dachte ich mir und probierte das gleich mal aus.


Naja mein Fazit: am Anfang muss man (ICH) noch viel lernen.

Zum Beispiel, dass diese dünnen Folientüten von den meisten Abfallgesellschaften wieder aussortiert werden, da sie länger brauchen um zu verrotten als Lebensmittel. Somit erfüllen die Tüten nicht ihren Zweck!

Hinzu kommt das ich die Tüten auch darüber hinaus unpraktisch finde. Sie reißen sehr leicht. Besonders bei Flüssigkeiten gehen sie leicht kaputt und werden durchlässig (bei mir kommt zum Teil auch Tee und Kaffesatz in den Beutel). Somit muss ich dann nicht nur die Tüte mit nach unten Tragen sondern zur Sicherheut die ganze Mülltonne, da ich sonst unterwegs die Hälfte verliere. Das reinigen der Mülltüte entfällt auch nicht, da die Flüssigkeiten sich am Boden meiner kleinen Tonne gesammelt haben. So muss ich die Tonne nach jedem Ausleeren erstmal reinigen, was ich ja eigentlich vermeiden wollte.

Meine Lösung: Erst habe ich versucht mir aus Zeitungspapier kleine Tüten zu basteln, damit ich den Müll einfach rausheben kann. Finde ich persönlich sehr umständlich und besonders gut war ich im Basteln auch nicht. Hinzu kommt, dass ich nicht immer Altpapier habe. Darum brauche ich noch meine letzten kompostierbaren Tüten auf und danach lasse ich die Tüten einfach weg. Ich meine, wenn  ich so oder so die Mülltonne danach reinigen muss…

Shoppingparadies Secound Hand Läden

Erst durch einen Zeitungsartikel bin ich so richtig auf Secound Hand Läden aufmerksam geworden. Bis dahin ging ich nur gerne auf Flohmärkte. Besonders gut gefiel mir immer das Handeln, weshalb ich sogar ein paar Jahre hintereinander meine ganzen alten Kinderspielsachen verkaufte. Okay nicht meine Ganzen – ein paar Schätze habe ich natürlich behalten.

Zurück zu den Secound Hand Läden. Inzwischen bin ich einfach begeistert von dem Konzept, denn so finden tolle Klamotten oder auch Gebrauchsgegenstände einen zweiten Besitzer. Es muss nichts Neues produziert werden und im Müll landet auch nichts. Darüber hinaus kann man bei gebrauchten Sachen richtige Schnäpchen machen.

In Hannover gibt es nicht nur zahlreiche Secound Hand Läden für Kleidung, sondern auch mehrere Alternative Kaufhäuser. Halt Kaufhäuser für gebrauchte Gegenstände wie Bücher, Küchenutensilien oder auch Schallplatten. Zwei davon möchte ich euch einmal vorstellen. Da wäre das Kaufhaus König und Kaufhaus Dithmars.

Mein Eindruck über das Kaufhaus König findet ihr hier.

Alles über Dithmars könnt ihr hier nachlesen.

Das etwas andere Kaufhaus Dithmars

Wer Platzangast hat ist in diesem Laden falsch. Völlig falsch, denn der Laden ist überfüllt mit Dingen. Eigentlich kann man nicht von einem Laden reden. Es ist schon ein riesiges Haus. Ein Verkaufshaus mit zu kaufenden Gegenständen die neben – über und sonst wo liegen.

Was man braucht ist in diesem Laden einfach Zeit. Zeit um sich durch gefüllt 1000 Gläsern zu wühlen oder auch noch den letzten Karton mit Schallplatten durchzusuchen. Dabei findet man schon den ein oder anderen Schatz, aber auch Zeug, was wahrscheinlich noch in 30 Jahren genau dort liegen wird.

Im Dithmars

Es erinnert halt irgendwie an eine  Rumpelkammer und das ist jetzt wirklich nicht böse gemeint. Eher liebevoll, denn ich mag das Kaufhaus. Es ist halt anders und erinnert mich an ein anderes Jahrhundert. Finden tut man, wenn man will, immer was.

Meine heutige Ausbeute ist mal wieder ein Einmachglas und allerlei Kleinkram.

Secound Hand Kaufhaus König

Von Kunden für Kunden. Das ist das Prinzip vom Kaufhaus König.

„Die reale Verkaufsplattform, die locker mit eBay Kleinanzeigen mithalten kann.“

So würde ich das Kaufhaus beschreiben, denn hier verkaufen Kunden ihre gebrauchten Waren. Dabei kann man sich verschiedene Regale oder Stellflächen wöchentlich anmieten und seine gebrauchten Gegenstände an den Mann bringen. Den Preis legt man selber fest, den Verkauf übernimmt das Kaufhaus. Das Prinzip erinnert mich an Flohmarkt, nur ohne Kundenkontakt und ohne Handeln. Das mit dem Handeln finde ich eigentlich schade, denn das macht ja eigentlich am Meisten Spaß. Naja. Dafür ist das Kaufhaus relativ aufgeräumt und es gibt eine breite Auswahl an Dingen. Von CDs über Bücher und Kleidung bis hin zu Bildern oder Deko. Es ist alles dabei.

Im Kaufhaus König
Mein heutiger Schatz ist ein tolles Sortiment an kleinen Lebensmittelverpackungen für den Kaufmannsladen. Natürlich nicht für mich, wobei ich echt gerne mit dem Kaufmannsladen gespielt habe. Früher…


Zusammengefasst findet man gut erhaltene gebrauchte Waren bei König. Das Sortiment wächselt ständig, da immer andere Leute ihre Sachen, die sie nicht mehr brauchen verkaufe. Ich hab aber auch schon das ein oder andere Regal entdeckt mit selbstgemachte nun Schmuck oder genähten Kuscheltieren. Es lohnt sich einfach mal vorbeizugucken und wenn es nur zum gucken ist. Der Laden ist übrigens direkt in Hannover an der Listermeile und gut zu erreichen.

 

 

Auf der Suche nach dem richtigen Geschirrspülmittel

Ich habe es wirklich versucht. Mehrere Wochen testete ich im unterschiedlichen Mischungsverhältnis ein selbst zusammengestelltes Geschirrspülmittel. Ich mischte Spülsalz mit Zitronensäure und Waschsoda. Dafür las ich viele Empfehlungen von unterschiedlichen Büchern und Blogs, doch nichts funktionierte. Meine Töpfe blieben dreckig und meine Gläser musste ich nach jedem Reinigungsgang nochmal von Hand nachspülen. Am Ende war ich ziemlich verzweifelt. Vielleicht lies das ja jemand, der das optimale Geschirrspülmittel gefunden hat. Dann würde ich mich über ein neues Rezept freuen. Zumindest habe ich das Selbermachen erstmal aufgegeben.

Mein DIY Geschirrspülmittel

Bei DM habe ich mir jetzt eine Packung Spültaps mit wasserlöslicher Folie gekauft. Die Verpackung ist aus Recyclingpapier. Super finde ich, dass die Taps nicht noch in einem Plastikbeutel verpackt sind. Das hatte ich nämlich schon bei dem ein oder anderen Taps im Bioladen gesehen… Die Taps von DM kosten umgerechnet 10 Cent pro Stück. Ich freue mich jetzt erstmal über sauberes Geschirr.

Spültaps von DM mit wasserlöslicher Folie

Update Edelstahlpfanne von Ikea

Ich hatte zu Beginn des Bloges von meinen ersten Umstellungen und Anschaffungen berichtet. Damals hatte ich meine alte Anti-Haftbeschichtete Pfanne weggeschmissen und mir die Edelstahlpfanne Sensuell von Ikea gekauft. Einen Monat habe ich die Pfanne jetzt auf Herz und Nieren geprüft. Hier mein Urteil:

Das Edelstahlpfannen viel Öl zum Braten benötigen war mir klar. Wichtig ist das Flüssigkeit in der Pfanne ist. So habe ich bei Rezepten mit Soße oder saftigem Gemüse keine Probleme. Bei Nudelpfannen allerdings brauch man viel Öl. Sehr sehr viel Öl. Ansonsten sieht das Ergebnis schnell so aus:


 

Auch Käse backt schnell an, also am Besten so spät wie möglich übers Essen geben. Aber keine Angst bis jetzt habe ich alles wunderbar sauber bekommen. Einfach einweichen und dann im Geschirrspüler oder mit der Spülbürste sauber putzen/ putzen lassen. Schnitzel lassen sich in der Pfanne ganz wunderbar braten. Wieder mit viel Öl ergibt sich eine tolle Kruste. Ich liebe das scharfe Anbraten, was mit der Pfanne möglich ist.

Empfehlen kann ich auch sehr den Deckel, den ich zu der Pfanne dazugekauft habe. Er lässt sich gut hochheben (ich hatte befürchtet das der Griff zu heiß wird) und passt perfekt. Meine Pfanne hat übrigens einen Durchmesser von 28cm. Also passt ordentlich was rein. Wenn man sein Essen auch nur kurz in der Pfanne andünsten will braucht man den Deckel einfach.

Die Welt der Plastikstohhalme

Ich vergleiche Plastikstrohhalme gerne mit dem Kaffee-to-go Becher, denn seine Lebensdauer ist genauso kurz. Ob beim Kindergeburtstag mit passendem Fähnchen in gelb, blau oder orange oder beim Cocktail am Abend. Letztens bekam ich sogar meinen Latte Macchiato mit dem Plastikrohr.

Wie viel verbrauchen wir wohl im Jahr? Und wie viele werden achtlos weggeschmissen? Tja die genauen Zahlen kennt wohl keiner. Die Kampagne „Lasst uns Plastikstrohhalme abschaffen“ hat dazu eine nette Rechnung. Sie besagt, dass alleine eine berühmte Fastfoodkette pro Jahr 60 Millionen Strohhalme ausgibt. 60 Millionen Strohhalme in einem Unternehmen. Tja leider gibt es mehr als ein Restaurant das seinen Kunden Strohhalme anbietet…

Wenn ich also vor meinem nächsten Getränk sitze sehe ich nur einen Strohhalm. Was bewirkt schon ein Strohhalm beim Kampf gegen den Plastikmüll? Der fällt doch gar nicht ins Gewicht, wird jetzt der ein oder andere denken. Was aber wenn 7,5 Milliarden auf der Welt so denken. Und das 365 Tage im Jahr? Dann haben wir ganz schnell 2737000000000 Strohhalme die pro Jahr im Müll landen. Ist auf einmal nicht mehr wenig, oder?Was soll ich jetzt aber tun, das diese Zahl nicht erreicht wird? Erstmal verbraucht ja nicht jeder einzelne Mensch pro Tag einen Strohhalm. Zum Glück. Aber noch besser ist es, wenn wir an keinem Tag im Jahr einen der Plastikröhrchen wegschmeißen würden.

Welche Alternativen gibt es also? Im privaten Gebrauch könnte man ganz einfach auf Papierstrohhalme umsteigen. Auch Strohhalme aus echtem Stroh gibt es im Handel. Denn eigentlich heißen Strohhalme, ja STROHhalme und nicht PLASTIKhalme. Verkehrte Welt oder? Für unterwegs würde ich Halme aus Edelstahl oder Glas empfehlen. Sie halten lange, lassen sich einfach mit einer dünnen Bürste reinigen und verursachen keinen Müll. Leider kann man nicht immer hellsehen, bei welchem Getränk man im Restaurant einen Plastikhalm bekommt. Bei Cocktails, Säften oder Limonade würde ich daher prophylaktisch immer sagen, dass man keinen Strohhalm haben möchte. Aber ich hatte ja schon erwähnt das letztens sogar mein Heißgetränk nicht ohne war. Also am Besten immer Bescheid sagen und seinen eigenen Edelstahlhalm dabeihaben. Oder einfach ganz drauf verzichten.

Eine Alternative: Strohhalme aus Edelstahl

 

Fazit Ostern

Wer anderen eine Freunde macht, beschenkt sich selbst. – Ralph Boller

Das gilt für Weihnachten. Das gilt für Ostern. Aus diesem Grund bin ich wohl nicht die Einzige, die zu Ostern das ein oder andere Geschenk in seinem Nest fand. Ich hatte mehr als ein Nest, denn jeder aus meiner Familie wollte mir eine Freunde machen und ich ihnen natürlich auch. Was ich so schönes verschenkt habe könnt ihr hier lesen. Mir war es natürlich wichtig, dass meine Produkte möglichst plastikfrei sind. Was andere mir schenken, dass kann ich ihnen nicht vorschreiben. Sonst könnte ich mir auch gleich meine Geschenke selber kaufen. Wo wäre dann die Überraschung?

Trotzdem habe ich den ein oder anderen Wunsch geäußert, doch bitte nicht so viel mit Müll zu verschenken. Meine Mutter hat sich auch ganz strikt dran gehalten. Ich bekam ein tolles Salatbesteck, ein Seifensäckchen und das ein oder andere zum Verwöhnen. Bei älteren Verwandten war das schon schwerer. Ich bekam einen großen Haufen alte Einmachgläser, die ich mir gewünscht hatte  (mit dem Versprechen, dass ich im Sommer Marmelade koche), den jährlichen Osterhasen wollten sie mir aber trotzdem schenken. Naja alte Bäume versetzt man nicht. Weitere Verwandte schenkten mir ein Nest mit Ostereier und viel Plastik. Wie hab ich darauf reagiert? Ich habe ihnen mein Nest gegeben – aus Draht, Moos und mit Kresse bepflanzten Eierschalen. Und dann hab ich ihnen erklärt, das ich versuche möglichst wenig Müll zu produzieren. Ob ich damit was bewirkt habe? Ich weiß es nicht. Aber man kann keinen ums Brechen und Würgen ändern. Was man aber kann ist Alternativen aufzuzeigen und mit guten Beispiel voran zu gehen. Die Ostereier lass ich mir aber auf jeden Fall gut schmecken. Ich meine wer kann bei Schokolade schon nein sagen?

Greenup

Heute gibt es mal wieder eine Zeitschriftenvorstellung. 

Auf die greenup bin ich auf der fairgoods Messe gestoßen. Aufgefallen sind mir besonders die Coverthemen: Plastik in aller Munde und Weltweit wenig im Netz. Sie versprachen mir eine tolle Zeitschrift fürs nachhaltige Leben und einen Überblick über Umweltproblem. Ich wurde nicht enttäuscht. Hier aber erstmal ein paar Hintergrundinformationen. Die Zeitschrift erscheint nur 2 mal im Jahr und kostet 6€. Die Redaktion setzt bewusst auf Recyclingpapier und Ökostrom. Somit ist schon die Zeitschrift an sich grün. Kommen wir aber zum Inhalt. 

Abbild eines Artikels der greenup

Die greenup enthält News, Beauty, Fashion, Living, Mobility und Food. Hinzukommen noch einzelne Hauptthemen mit Artikeln über Umweltverschmutzung oder Nachhaltigkeit. Allem in allem eine bunte Mischung. 

Mir gefallen besonders die ersten Seiten. In den News werden nämlich neue kreative Produkte und Ideen vorgestellt. Von Upcyclingschmuck bis zur Ratgeberapp ist alles dabei. Die Zeitschrift läd zum Blättern ein und durch viele Bilder sieht man auch beim Öfteren lesen immer neue Dinge. Überzeugen tuen aber vor allem die längeren Artikel wie zum Beispiel my wonderful plastic world. Einem wird klar vor Augen geführt wo das Problem in der heutigen Welt liegt. Dabei überzeugen neben Fakten auch der mitreißende Schreibstil, der mir immer wieder auffällt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man die Zeitschrift nicht mit einem Klatschblatt vergleichen kann, was man sonst so aus den Kiosken kennt. Die Zeitschrift ist so wertig wie ein Buch über Nachhaltigkeit. Sie ist keine Zeitschrift, die man nach einmaligem Lesen wegschmeißt. Die Zielgruppe ist in erster Linie alle die sich für die Umwelt interessieren, denn auch bei den Beautytipps findet man ausschließlich Naturkosmetik.

Shampoo-Seife

Eine neue Shampooalternative war schnell gefunden. Ich fand bei Alnatura eine Shampooseife, die ich in Zukunft anstatt meines flüssigen Shampoos verwenden wollte.

 

Meine ersten Waschversuche verlegte ich extra auf die Ferien. So konnte mich keiner sehen, falls meine Haare mit dem neuen Shampoo anfangs Probleme haben würden. Und die hatte ich auch. 2 Wochen lang fetteten meine Haare schon nach kurzer Zeit. Normalerweise wasche ich nur alle 2 Tage meine Haare. Mit der neuen Seife sagen meine Haare aber schon am 1. Abend komisch aus.

Mein Problem löste dann ein Besuch bei meiner Frisören. Der Fehler war, dass ich schlicht weg zu wenig Seife benutzte. Hier also ein wichtiger Tipp: Shampooseife schäumt anfangs nicht so doll wie Flüssighaarwaschmittel. Deshalb unbedingt mit dem Seifenstück über den gesamten Kopf gehen. Dann mit den Händen nochmal aufschäumen. Fertig. Ab dem Moment war ich absolut glücklich mit der Seifenalternative. Ich kann wieder nur alle zwei Tage meine Haare waschen und sie hängen nicht platt herrunter. Positiv ist auch, dass die Seife mit ihrem höheren Anschaffungskosten auch länger hält als eine Flasche Flüssighaarmittel. Und so hat man wieder etwas Plastik im Bad gesparrt.