Deichbrand Festival mit Karl-Heinz

Kaltes Wasser kann grausam sein. So grausam kalt, besonders wenn man morgens nur mal schnell duschen will. Wie kalt kaltes Wasser ist das haben wir in den 4 Tagen Festival gemerkt. Grund dafür ist, dass wir in unserem Wohnmobil noch keinen Boiler für warmes Wasser verbaut haben. Jetzt wo wir wieder zuhause sind – mit einer Dusche aus dem heißes Wasser kommt- können wir darüber lachen. Wer braucht schon warmes Wasser, wenn man voller stolz mit Karl-Heinz (dem Womo) in den ersten Urlaub fährt?

Wieder zuhause sind wir mehr als nur stolz auf unseren Oldtimer! Er ist bis nach Cuxhaven und zurück gefahren ohne zu meckern. Dazu kommt das wir nie mehr als 15l Benzin verbraucht haben. Dabei haben wir festgestellt das die Tankanzeige so gar nicht stimmt. Denn leer ist irgendwie halb voll. Naja so bleiben wir nie wegen einem leeren Tank liegen.

So als umgelernter Camper muss man noch ziemlich viel lernen. So ist uns dann morgens um 7 Uhr aufgefallen, dass ein Sonnenschutz aus Aluminium für die Frontscheibe Sinn macht. Wir wurden nämlich wach, als die Sonne auf unsere Scheibe prallte und und uns im Hubbett zu warm wurde. Ausschlafen war halt nicht. Was wir auch noch gelernt haben: 2 Gabel und 2 Messer für 2 Personen reichen im Wohnmobil nicht. Besuch kommt nämlich auch mal kurzfristig vorbei und wenn dieser dann seinen Nudelsalat mit den Händen essen muss oder die Bratwurst mit einem Löffel schneidet, dann ist das einfach nicht so cool! An dieser Stelle einmal Sry! Ich kaufe gleich morgen noch zwei weitere Messer und Gabeln. Ein Grill ist übrigens Gold wert! Und Gummistiefel. Ohne Gummistiefel hätten wir das Festivalwochenede nicht überlebt. Es war halt matschig. Ein bisschen sehr matschig…

Aber dank Karl-Heinz saßen wir immer im Trockenen und mussten uns keine Sorgen darüber machen ob wir absaufen. Danke Karl-Heinz ❤️
Rundum war dieses Festivalwochenende einfach spitze! Darum freuen wir uns jetzt auf ganz viele tolle kleine und große Urlaube und Abendteuer mit unserem Wohnmobil!

Der 1. Urlaub mit Karl-Heinz

Es geht auf zum Deichbrand. Zwar wird es laut Wetterbericht ein Wochenende voller Regen und nochmals Regen, aber wir sind mit Karl-Heinz bestens gerüstet. Die Gunmistefel sind eingepackt und gestern kam per Post noch unser 5 m langes Sonnensegel. 

Zum Innenumbau ist zur sagen, dass wir noch nicht fertig sind. Hier einmal die Dinge die noch gemacht werden müssen:

  • Himmel überm Bett anbringen
  • Bad von außen verkleiden
  • Dem Bad eine Tür bauen
  • Zwei weitere Sitzpolster nähen
  • Armlehnen bauen und Getränkehalterung
  • Tür erneuern, da Wasser ins Holz reingelaufen ist 
  • Von innen Rahmen um Tür machen ( mit Postkarten) 

Trotzdem haben wir diese Woche wieder einiges geschafft:

Zum Einen besitzen wir jetzt endlich einen Tisch. Bei dem muss nur noch der Fuß neu lackiert werden. Darüber hinaus habe ich die ersten Sitz- und Rückenpolster genäht. Was aber auf jeden Fall fertig ist ist die Küchenzeile. 

Besonders stolz bin ich aber auf mein Etager, dass ich aus drei Körben gebaut habe. Hier ist viel Platz für Obst und Gemüse:


Weitere Kleinigkeiten wurden dann noch ergänzt. So wurde das Bad fertig verfugt und das passende Porta Potti wurde montiert ( es wird von einem Seil an der Wand gehalten ). Unsere Töpfe werden durch kleine Holzschienen an ihrem Platz gehalten und ansonsten haben wir versucht alles so zu verstauen, dass nichts klappert. Ob uns das gelungen ist sehen wir erst bei der Fahrt. Nächste Woche gibt es dann einen passenden Bericht wie der erste Urlaub mit Karl-Heinz ablief. Hoffentlich ohne weitere große Katastrophen! Bis dahin: habt ein schönes Wochenede! 

Karl- Heinz ist immer für eine Überraschung gut!

Morgen Abend wollen wir das erste mal in Karl- Heinz übernachten. Die passende Madratze ist schon gekauft und muss heute nur noch angepasst werden. Die Bettwäsche ist frisch gewaschen und die Zahnputzsachen sind mit einem Griff auch schnell zusammengeräumt. Die Verdunklungsgardinen für unser Bett passen wir morgen spontan noch ein bisschen an und hängen sie dann erstmal provisorisch auf. Uns fehlen nämlich noch die Gardinenstangen, aber alles halb so wild. Alles ist alles soweit erledigt!

Nur irgendwie haben wir bei unseren Vorbereiungen etwas vergessen. Nämlich Karl- Heinz. Der dachte sich wohl zu jeder Generalprobe muss irgendwas schiefgehen. Und so sind heute – 1 Tag vor der ersten Abfahrt – die Zündkabel gerissen. … ohne Worte Karl-Heinz. Ein altes Auto hat halt seinen eigenen Kopf. Was soll man da machen? 

Wir ( mein Freund hat telefoniert und ich hab die Daumen gedrückt! ) also schon leicht panisch die Werkstätten in der Nähe abtelefoniert und glücklicherweise hat noch eine Werkstatt das passende Ersatzkabel für uns. Jetzt muss es nur noch eingebaut werden und dann können wir morgen wirklich los. Eins können wir aber gewiss jetzt schon sagen: es wird nie langweilig!

Karl- Heinz bekommt ein Bad

… oder besser gesagt man kann das Bad langsam als solches erkennen. Die Innenwände sind nämlich schon vorhanden und auch die Duschamatur wurde eingebaut. Eine Tür bekommt unsere Dusche natürlich auch noch und zusätzlich noch einen Duschvorhang ( wir wollen einfach, dass wirklich kein Wasser in den Innenraum gelangt…).


Wir haben noch ein neues Fenster bestellt, da das Alte so dermaßen undicht ist, dass wir es auch nicht mehr retten können. Das Fenster haben wir übrigens günstig bei Outdoorcamper.de gekauft. Also falls noch wer auf der Suche ist. Es ist nämlich gar nicht so einfach ein günstiges und passendes Fenster zu finden.

Update 1.07.17: die neue Luke ist verbaut

Unser zweites Lukenfenster ist leider auch nicht mehr im besten Zustand. Da ist aber das Problem das es einfach so riesig ist, dass ein neues Fenster einfach zu teuer ist. So müssen wir es wohl oder über nochmal gründlich abdichten, auch wenn das dann nicht ganz so schön aussieht.

Der Fahrerbereich hat jetzt auch endlich seinen Fußboden bekommen. Dafür haben wir bei Obi einfach den günstigsten Teppich in schwarz gekauft und passend zugeschnitten. Wichtig ist dabei das der Teppich nicht so einfach verrutscht, weshalb wir am Übergang zum Parket mit einer Leiste fixiert haben. Unterm Lenkrad werden wir ihn noch festkleben.

Das war es erstmal mit unseren Fortschritten – in gut 3 Wochen wollen wir das erste Mal eine Probenacht im Womo verbringen. Die Zeit läuft also!

 

Weiter gehts im Wohnmobil

Und dabei freut man sich über jeden noch so kleinen Schritt. So besitzt unser Karl-Heinz jetzt einen neuen Frischwassertank mit 47 Litern Fassungsvermögen. Im Vergleich: der Alte beinhaltete nur 20l und war direkt unter der Spüle verbaut. Unserer bekam jetzt seinem Platz in der Sitzbank. 

Mein Küchenbereich vergrößert sich nach und nach. Neben dem neuen Kühlschrank wurden schon Teile der 2. Schrankhälfte verbaut. Ich hab diese natürlich alle wieder brav in weiß gestrichen. Die Arbeitsplatte kommt demnächst auch. 

Und ganz wichtig ist natürlich das Bett. Dieses wurde jetzt von 120cm auf 138cm vergrößert. Meine gewünschten 140cm wurden es leider aus Platzgründen dann doch nicht. So wird unsere zukünftige Madratze von Ikea halt ein bisschen „angepasst“… Die neuen Stoßdämpfer fürs Bett sind auch schon in Planung. Wir wollen einfach unser Bett nicht mehr mit 2 Personen hochwuchten müssen. Ein bisschen Komfort darf es da schon sein. Kostenpunkt 37€ das Stück.


Wir bleiben fleißig!

Womit man nicht rechnet

Man rechnet bei dem Umbau eines Wohnmobil mit ziemlich viel Material, Ausbaukosten und einem großen Zeitaufwand. Verdrängen tut man, was alles so bei einem alten Auto kaputt gehen kann. Früher oder später. Dieses Früher ist jetzt bei uns eingetreten. Zum Glück ist nichts am Fahrgestell oder Motor kaputt gegangen, sondern „nur“ im Innenraum. Unser Kühlschrank ist nämlich hiermit kaputt… Das wir den Gasanschluss des Kühlschrankes überarbeiten müssen war uns schon ziemlich früh klar. Leider kam dann noch hinzu, dass sobald man den Kühlschrank in Betrieb nimmt der Fehlerstromschutzschalter kommt. Irgendwie steht wohl die Außenhaut des Kühlkörpers mit unter Spannung. Naja so genau weiß ich das auch nicht. Bin eindeutig nicht der Elektriker… Schade ist nur, dass ich den Kühlschrank jetzt ganz umsonst geputzt habe. Und gestrichen hatte ich die Front auch – umsonst.

Der alte Kühlschrank

Glücklicherweise haben wir ziemlich schnell Ersatz gefunden. Der neue Kühlschrank ist ein kleines Stück größer als der Alte und stammte aus einem Dethleffs Wohnmobil aus den 90er Jahren. Für unsere Verhältnisse ist das mehr als modern! Leider muss jetzt meine kleine Klappe unterm Kühlschrank wegen den Größenunterschieden weichen. Dabei hatte ich es schon für meine Putzmittel reserviert. Hoffentlich bleibt es bei diesen Ausfällen fürs Erste.

 

Die Deadline steht…

… denn bis zum 20.07.17 muss das Wohnmobil fertig sein. Ok genau genommen MUSS es nicht fertig sein, nur möchte ich dann NICHT auf einer Luftmatratze schlafen oder keine Toilette nutzen können. Ein Kühlschrank der nicht nur mit Strom, sondern auch mit Gas funktionierte wäre auch von Vorteil. Es ist also noch eine ganze Menge zu machen.

Am 20.07.17 geht es nämlich aufs Deichbrand Festival in Cuxhaven. Voraussichtlich wird dieses Wochenende dann unser erster richtige Miniurlaub mit dem Wohnmobil.


Zum Festival ist zu sagen, dass es auch eine kleine Premiere an sich ist, denn ich war noch nie auf einem Festival. Tickets haben wir für das Greencamping, was bedeutet, dass wir uns auf etwas weniger Müll und etwas weniger Lärm einstellen dürfen – hoffentlich. Etwas liegt mir aber noch schwer im Magen: auf dem Festival herrscht ein Glasflaschenverbot. Also müssen wir unsere Getränke in Plastikflaschen mitnehmen. Grrrrrr. Ich werde die großtmöglichste Flasche kaufen und dann eine separate Edelstahlflasche dabei haben. Mal gucken wie gut sich Müllvermeidung mit Festival kombinieren lässt…

Weiter geht´s

Wir waren mal wieder fleißig. Unsere Schränke haben jetzt ordentliche Magnete und klappern bei der Fahrt nicht mehr. Bestellt haben wir gleich 20 Stück, sodass jede Schranktür zwei Magnete zur Sicherung hat.

Das Ende des Türgriffes wird noch gekürzt
Mit dem Bad sind wir auch schon ein Stückchen weiter. Die erste Hürde war dabei der Kauf einer passenden Duschwanne. Wir haben uns am Ende für eine Größe von 85x75cm entschieden. Die Toilette wird am Ende auf der Duschwanne stehen. Auf ein Waschbecken werden wir aus Platzgründen verzichten. Bis jetzt steht schon das Grundgerüst, auf den wir dann MDF-Platten kleben werden.

Besonders stolz bin ich aber auf meine selbst genähten Gardinen, die ich heute aufgehängt habe. Das Blau passt einfach wunderbar zu den weißen Schränken. Mit den fertigen Gardinen kann uns nicht mehr jeder ins Wohnmobil gucken, denn sie sind blickdicht. Zur Abdunklung reichen sie natürlich nicht, deshalb gibt es später um das Hubbett noch einen gesonderten Vorhang. Den Stoff dafür habe ich aber noch nicht bestellt. Die Gardinenaufhänger habe ich bei Kaufhaus Dithmars entdeckt. So habe ich für 100 Stück nur 1€ bezahlt und mal wieder etwas Gebrauchten ein neues Leben gegeben. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber immerhin musste ich keine neues Platikteil kaufen. Wobei ich sogar rausgefunden habe, dass es Gardinenhaken aus Metall gibt. Diese hätten aber nicht zu unseren schon vorhandenen Schienen gepasst.


 

Ein kleines Meisterwerk

Als solches bezeichnen wir jedenfalls unser neubezogenes Armaturenbrett. Unser altes Armaturenbrett war leider teilweise vergammelte und das Leder vollkommen zerlöchert. So war schon ziemlich zu Beginn klar, sodass wir das erneuern wollen. Das passende Lederimitat zu finden war gar nicht so einfach. Wir brauchten einen Haufen Muster um an das braune Orginal ranzukommen. Letztendlich hat es aber geklappt. Bei der Erneuerung haben wir uns auch wieder das Orginal als Vorlage genommen. So spannten wir das Kunstleder über das Holzamaturenbrett und tackerten es auf der Rückseite fest. 


Schwierig waren dabei besonders die Rundungen an der Vorderseite. 

Unter dem Holz befindet sich noch eine Dämmschicht, damit das Motorengeräuscht nicht sämtliche Geräusche im Innenraum übertönt. Die Kabel für das Radio haben wir auch zusätzlich noch verlegt und die Lautsprecher angeschraubt. 

Das Ergebnis lässt sich sehen: 

VORHER: Ohne Armaturenbrett
NACHER: die neubezogene Front
 

Die Ungleichheiten, die jetzt noch zu sehen sind, stammen daher, dass das Leder aufgerollt war. Sie werden sich in den nächsten Tagen noch legen.

Frauen stehen auf Deko

Die meisten Frauen lieben einfach fast jedem Schnickschnak. Es gibt nichts Schöneres als Einrichten und Dekorieren. So eine Frau bin ich zu 100%. Darum lass ich mir es bei unserem Wohnmobil auch nicht nehmen alles noch schöner zu gestalten. Nachdem unsere Schränke jetzt einen neuen Anstrich bekommen haben wollte ich die allten orginalen Griffe einfach nicht mehr haben. Und wenn Frau sich was in dem Kopf setzt, dann wird das so gemacht, auch wenn es doppelt so viel Arbeit macht. Für uns bedeutete das folgendes:

  • die alten Griffe wurden abmontiert
  • die alten Löcher wurden mit Holz und Holzspachtelmasse gefüllt
  • das Ganze wurde nach dem Trocknen glatt geschmirgelt
  • ein neues Loch wurde für die neuen Griffe/Knöpfe gebort
  • und die Knöpfe wurden montiert

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

Man ignoriere, dass ich ausversehen dem Fußboden mitangepinselt habe… Da kommt später aber eh eine Leiste drüber. Zu dem Verschlüssen ist noch wichtig, dass die Knöpfe an sich keinen Mechanismus haben, mitdem die Schränke richtig fest schließen. Darum haben wir uns bei Amazon 20 kleine Schließmagnete gekauft, die wir innen an die Schränke montieren. So gehen diese bei der Fahrt nicht auf.