Womit man nicht rechnet

Man rechnet bei dem Umbau eines Wohnmobil mit ziemlich viel Material, Ausbaukosten und einem großen Zeitaufwand. Verdrängen tut man, was alles so bei einem alten Auto kaputt gehen kann. Früher oder später. Dieses Früher ist jetzt bei uns eingetreten. Zum Glück ist nichts am Fahrgestell oder Motor kaputt gegangen, sondern „nur“ im Innenraum. Unser Kühlschrank ist nämlich hiermit kaputt… Das wir den Gasanschluss des Kühlschrankes überarbeiten müssen war uns schon ziemlich früh klar. Leider kam dann noch hinzu, dass sobald man den Kühlschrank in Betrieb nimmt der Fehlerstromschutzschalter kommt. Irgendwie steht wohl die Außenhaut des Kühlkörpers mit unter Spannung. Naja so genau weiß ich das auch nicht. Bin eindeutig nicht der Elektriker… Schade ist nur, dass ich den Kühlschrank jetzt ganz umsonst geputzt habe. Und gestrichen hatte ich die Front auch – umsonst.

Der alte Kühlschrank

Glücklicherweise haben wir ziemlich schnell Ersatz gefunden. Der neue Kühlschrank ist ein kleines Stück größer als der Alte und stammte aus einem Dethleffs Wohnmobil aus den 90er Jahren. Für unsere Verhältnisse ist das mehr als modern! Leider muss jetzt meine kleine Klappe unterm Kühlschrank wegen den Größenunterschieden weichen. Dabei hatte ich es schon für meine Putzmittel reserviert. Hoffentlich bleibt es bei diesen Ausfällen fürs Erste.

 

Die Deadline steht…

… denn bis zum 20.07.17 muss das Wohnmobil fertig sein. Ok genau genommen MUSS es nicht fertig sein, nur möchte ich dann NICHT auf einer Luftmatratze schlafen oder keine Toilette nutzen können. Ein Kühlschrank der nicht nur mit Strom, sondern auch mit Gas funktionierte wäre auch von Vorteil. Es ist also noch eine ganze Menge zu machen.

Am 20.07.17 geht es nämlich aufs Deichbrand Festival in Cuxhaven. Voraussichtlich wird dieses Wochenende dann unser erster richtige Miniurlaub mit dem Wohnmobil.


Zum Festival ist zu sagen, dass es auch eine kleine Premiere an sich ist, denn ich war noch nie auf einem Festival. Tickets haben wir für das Greencamping, was bedeutet, dass wir uns auf etwas weniger Müll und etwas weniger Lärm einstellen dürfen – hoffentlich. Etwas liegt mir aber noch schwer im Magen: auf dem Festival herrscht ein Glasflaschenverbot. Also müssen wir unsere Getränke in Plastikflaschen mitnehmen. Grrrrrr. Ich werde die großtmöglichste Flasche kaufen und dann eine separate Edelstahlflasche dabei haben. Mal gucken wie gut sich Müllvermeidung mit Festival kombinieren lässt…

Weiter geht´s

Wir waren mal wieder fleißig. Unsere Schränke haben jetzt ordentliche Magnete und klappern bei der Fahrt nicht mehr. Bestellt haben wir gleich 20 Stück, sodass jede Schranktür zwei Magnete zur Sicherung hat.

Das Ende des Türgriffes wird noch gekürzt
Mit dem Bad sind wir auch schon ein Stückchen weiter. Die erste Hürde war dabei der Kauf einer passenden Duschwanne. Wir haben uns am Ende für eine Größe von 85x75cm entschieden. Die Toilette wird am Ende auf der Duschwanne stehen. Auf ein Waschbecken werden wir aus Platzgründen verzichten. Bis jetzt steht schon das Grundgerüst, auf den wir dann MDF-Platten kleben werden.

Besonders stolz bin ich aber auf meine selbst genähten Gardinen, die ich heute aufgehängt habe. Das Blau passt einfach wunderbar zu den weißen Schränken. Mit den fertigen Gardinen kann uns nicht mehr jeder ins Wohnmobil gucken, denn sie sind blickdicht. Zur Abdunklung reichen sie natürlich nicht, deshalb gibt es später um das Hubbett noch einen gesonderten Vorhang. Den Stoff dafür habe ich aber noch nicht bestellt. Die Gardinenaufhänger habe ich bei Kaufhaus Dithmars entdeckt. So habe ich für 100 Stück nur 1€ bezahlt und mal wieder etwas Gebrauchten ein neues Leben gegeben. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber immerhin musste ich keine neues Platikteil kaufen. Wobei ich sogar rausgefunden habe, dass es Gardinenhaken aus Metall gibt. Diese hätten aber nicht zu unseren schon vorhandenen Schienen gepasst.


 

Ein kleines Meisterwerk

Als solches bezeichnen wir jedenfalls unser neubezogenes Armaturenbrett. Unser altes Armaturenbrett war leider teilweise vergammelte und das Leder vollkommen zerlöchert. So war schon ziemlich zu Beginn klar, sodass wir das erneuern wollen. Das passende Lederimitat zu finden war gar nicht so einfach. Wir brauchten einen Haufen Muster um an das braune Orginal ranzukommen. Letztendlich hat es aber geklappt. Bei der Erneuerung haben wir uns auch wieder das Orginal als Vorlage genommen. So spannten wir das Kunstleder über das Holzamaturenbrett und tackerten es auf der Rückseite fest. 


Schwierig waren dabei besonders die Rundungen an der Vorderseite. 

Unter dem Holz befindet sich noch eine Dämmschicht, damit das Motorengeräuscht nicht sämtliche Geräusche im Innenraum übertönt. Die Kabel für das Radio haben wir auch zusätzlich noch verlegt und die Lautsprecher angeschraubt. 

Das Ergebnis lässt sich sehen: 

VORHER: Ohne Armaturenbrett
NACHER: die neubezogene Front
 

Die Ungleichheiten, die jetzt noch zu sehen sind, stammen daher, dass das Leder aufgerollt war. Sie werden sich in den nächsten Tagen noch legen.

Frauen stehen auf Deko

Die meisten Frauen lieben einfach fast jedem Schnickschnak. Es gibt nichts Schöneres als Einrichten und Dekorieren. So eine Frau bin ich zu 100%. Darum lass ich mir es bei unserem Wohnmobil auch nicht nehmen alles noch schöner zu gestalten. Nachdem unsere Schränke jetzt einen neuen Anstrich bekommen haben wollte ich die allten orginalen Griffe einfach nicht mehr haben. Und wenn Frau sich was in dem Kopf setzt, dann wird das so gemacht, auch wenn es doppelt so viel Arbeit macht. Für uns bedeutete das folgendes:

  • die alten Griffe wurden abmontiert
  • die alten Löcher wurden mit Holz und Holzspachtelmasse gefüllt
  • das Ganze wurde nach dem Trocknen glatt geschmirgelt
  • ein neues Loch wurde für die neuen Griffe/Knöpfe gebort
  • und die Knöpfe wurden montiert

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

Man ignoriere, dass ich ausversehen dem Fußboden mitangepinselt habe… Da kommt später aber eh eine Leiste drüber. Zu dem Verschlüssen ist noch wichtig, dass die Knöpfe an sich keinen Mechanismus haben, mitdem die Schränke richtig fest schließen. Darum haben wir uns bei Amazon 20 kleine Schließmagnete gekauft, die wir innen an die Schränke montieren. So gehen diese bei der Fahrt nicht auf.

 

Aufeinmal geht es fix

Wir hätten wohl kaum gedacht, dass wir nach einem Tag Schleifen am nächsten Tag fast fertig mit dem Streichen sind. Heute kamen die ersten beiden Schichten Farbe drauf. Die Letzte folgt dann morgen. Das Ergebnis ist einfach nur spitze! Das Wohnmobil wirkt gleich viel heller und freundlicher. Ich glaube die Bilder sprechen für sich, darum zeig ich mal den Stand der Dinge:

Parallel zum Streichen haben wir begonnen das Bad zu bauen. Da in unserem Wohnmobil keins drin war müssen wir ganz am Anfang anfangen. Zumindest steht das Gerüst schonmal und die passende Duschwanne haben wir auch schon gefunden.

Karl- Heinz ist wieder da

Endlich steht er wieder vor unserer Haustür! Wir haben nun wirklich lange auf unser Wohnmobil warten müssen. Jetzt hat es die ersehnte neue Kardanwelle bekommen und wir sind glücklich. Karl-Heinz läuft wieder wie geschmiert. Aus diesem Grund haben wir dieses Wochenende auch zum extremen Umbauwochenende erklärt. Heute wurden die restlichen Schränke im Innenbereich abgeschmirgelt und warten jetzt auf ihren neuen Anstrich. Mir reicht es jetzt auch allmählich mit Schleifen, denn ich habe die Holzspäne überall – in den Nasenlöchern, in den Haaren und sogar im Ohr! Trotzdem bin ich froh das wir die Schränke nicht alle neu bauen. Das wäre nämlich deutlich mehr Arbei verbunden mit höheren Kosten.

Sämtliche Schränke wurden abgeschliffen

Ende nächster Woche gibt es bestimmt schon ein Innenraumupdate mit weißen Schränken. Ach ich freu mich so. Morgen wird erstmal ein Großeinkauf beim Baumarkt gemacht, damit wir uns auch am 1. Maifeiertag still und leise in unser Wohnmobil verstecken können um zu streichen.

Baustelle Wohnmobil

Wie schwer ist unser WoMo?

Beim ganzen Umbauen müssen wir natürlich auch drauf achten, dass Karl-Heinz nicht zu schwer wird. Ein Gefühl dafür, wie schwer unser WoMo im Leerzustand ist hatten wir aber nicht. Das Problem löste ein Besuch auf der Waage. Jap es gibt Waagen für Autos. Schon die Tatsache an sich fand ich cool. Wir haben unsere Waage beim Großmarkt Hannover gefunden.

Die Waage ist zugelassen für Fahrzeuge bis 50 Tonnen. Da kommen wir nicht ganz dran . Der Preis liegt bei 15€ pro Wiegung. Dafür bekommt man dann sein genaues Gesamtgewicht ermittelt. Wir haben unser WoMo vor allem aus Interesse wiegen lassen, weil wir kein Gefühl dafür hatten wie viele Kilos wir noch in unser Wohnmobil einladen dürfen. Unsere Gesamtmasse darf 2810kg nicht übersteigen. Am Ende wogen wir 1860kg. Das bedeutet das wir noch ordentlich Material nutzen können um unseren Karl-Heinz zum schönsten Wohnmobil zu gestalten. Und Platz für genug Vorräte bleibt auch noch!

Wir vermissen Karl- Heinz

Denn unser Womo steht leider immer noch in der Werkstatt. Das Problem: die gebraucht gekaufte Kardanwelle hat nicht zu unserem Modell gepasst. Tja das uns der Verkäufer uns beschissen hat wussten wir leider erst, als wir die alte Welle ausgebaut hatten. Die neu gekaufte gebrauchte Kardanwelle gehört zum Nachfolgermodell, also zum Bedford Blitz Baujahr 1985-87. Jetzt haben wir hier erstmal eine Welle rumliegen, mit der wir nichts anfangen können. Vielleicht liest das ja jemand der sie gebrauchen kann – dann einfach kommentieren. 

Wie geht es jetzt aber mit Karl- Heinz weiter? Nunja wir lassen jetzt unsere kaputte Welle bei einem Experten aufarbeiten. Problem dabei: unsere Werkstatt macht erstmal Ferien. Darum verzögert sich alles um 14 Tage.

Wir versuchen nicht allzu traurig zu sein und schleifen fleißig weiter unsere Schranktüren ab. Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Arbeit macht…

Jetzt kommt Farbe

Karl-Heinz ist zur Zeit leider in der Werkstatt und bekommt eine neue Kardanwelle. Es ist schon ein komisches Gefühl, dass unser liebes WoMo nicht mehr vor der Tür steht… Aber in einer Woche haben wir ihn zum Glück wieder. In der Zwischenzeit werden aber keine Däumchen gedreht, sondern anderweitig weitergearbeitet. So haben wir begonnen die alten Holzelemente wie Schrank und Sitzbank weiß zu lackieren. Hinzu kommen neu gebaute Elemente, wie  zwei Armlehnen mit eingebauten Navi und Getränkehalter, die auch einen Anstrich erhalten. Nächste Woche wird sich dann um die Hängeschränke gekümmert. Wie gut, dass wir einen Keller haben, da stört uns das Regenwetter nicht!